Dafür stehe ich

Europa und Internationales

Salut und Grüezi! Unsere badische Region grenzt an das Elsass und ist geprägt vom Austausch mit unseren französischen Freunden. Auch die Schweiz liegt in nächster Nähe und ist mehr als nur ein Nachbarland. Bei uns leben viele Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die hier wie dort arbeiten. Andere kommen als Gäste, genießen die Natur und die Vorzüge der feinen badischen oder französischen Küche. Unsere europäischen Nationen und die Menschen sind miteinander verbunden, wirtschaftlich und kulturell.

Als wenige Kilometer neben Frankreich aufgewachsene badische Halbpolin mit familiären Bindungen in die Schweiz liegt mir ein respektvoller, freundschaftlicher Umgang mit unseren Nachbarn und genauso mit den Regierungen aller Länder sehr am Herzen.

Unsere Werte der individuellen Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sind eine kostbare Errungenschaft – aber keine Selbstverständlichkeit. Der Mehrwert des geeinten Europas muss für die Menschen spürbar sein, um in Zukunft weiter bestehen zu können.

Entscheidend ist auch, die Sprache des Nachbarn zu sprechen. Austauschprogramme innerhalb Europas, Schulpartnerschaften und Sprachunterricht an unseren Schulen – zum Beispiel Französisch entlang der Rheinschiene – sind hierfür wichtige Bausteine. Darüber hinaus sind mir Aufbau, Unterstützung und Förderung von Partnerstädten und Partnerregionen ein echtes Anliegen. Auch die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und Qualifikationen ist eine grundlegende Voraussetzung für die erfolgreiche grenzüberschreitende Gewinnung von Fachkräften.

Im Sinne des europäischen Gedankens will ich mich für die Stärkung der Wirtschaft und der Exportfähigkeit sowie für eine Förderung der internationalen Zusammenarbeit in unserem Europa einsetzen.

Vor allem dürfen die wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union nicht in Vergessenheit geraten:

Frieden und Wohlstand.

Verkehr und Mobilität

Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader unserer modernen Welt. Das gilt für Straße, Schiene und Luft gleichermaßen. Wir benötigen ein partnerschaftliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer, keine einseitigen Bevorzugungen.

Ich bin überzeugt davon, dass eine saubere und sichere Mobilität der Zukunft nur im technologieoffenen Wettbewerb erreicht werden kann.

Neben der E-Mobilität sollen auch andere Antriebsarten ihren Platz finden. Dabei müssen unterschiedliche Lebensweisen und Bedarfe berücksichtigt werden, zum Beispiel wird man im ländlichen Raum noch lange auf das Auto angewiesen sein.

Um einen freiwilligen Wechsel auf Bus und Bahn attraktiver zu machen, brauchen wir eine flächendeckende Qualitäts- und Angebotsoffensive sowie flexible, aufeinander abgestimmte Lösungen.

Neben der multimodalen Mobilität muss künftig auch weiter Raum für individuelle Mobilität bestehen bleiben.

Wirtschaft und Wissenschaft

Eine gute Zukunft der Wirtschaft in Deutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, ist für mich von zentraler Bedeutung.

Wir sind eine der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Hier sind viele engagierte mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen von Weltruf ansässig. Sie versorgen unsere weltweit anerkannte Wirtschaft mit attraktiven und sicheren Arbeitsplätzen, schaffen Wohlstand für die Menschen.

Auch unsere zahlreichen Handwerker, Landwirte, Selbstständigen und Freiberuflichen verhelfen unserem Land zu Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Eine florierende Wirtschaft zeichnet sich durch Leistung, Engagement, Innovation und einen respektvollen Umgang miteinander aus.

Zur Erhaltung und Stärkung unseres Hochtechnologiestandorts braucht es eine gezielte Förderung von Forschung, Lehre und Entwicklung. Bildung und Ausbildung müssen stimmen, denn gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte sind maßgeblich für unsere wirtschaftliche Zukunft.

Baden-Württemberg soll Wissenschaftsstandort Nummer Eins sein. Die Förderung der Grundlagenwissenschaft ist genauso wichtig wie die angewandte Forschung. Vielversprechende Zukunftsfelder wie beispielsweise die Quantenphysik müssen frühzeitig identifiziert und aufgebaut werden. Startup-Unternehmen möchte ich durch gute Rahmenbedingungen unterstützen sowie mich für eine Stärkung der Zusammenarbeit von Industrie und Fraunhofer-Instituten einsetzen.

Anstatt erdrückender Bürokratie brauchen wir Investitionen, Innovationen und Technologieoffenheit. Ein umfassender Ausbau der Digitalisierung und die Verbesserung unserer Infrastruktur sind elementar wichtig für unsere Zukunft in Baden-Württemberg.

Unsere politische Verantwortung sehe ich darin, geeignete und verlässliche Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Eine vorausschauende und verlässliche Politik mit ruhiger Hand ist entscheidend für unseren Mittelstand, unsere Industrie und die Menschen.

„Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ (Ludwig Erhard)

Energie und Klima

Für eine Stärkung der Wirtschaft und unseres Wissenschaftsstandorts brauchen wir sichere, saubere und bezahlbare Energie.

Die Energiekosten müssen sinken. Das Energieangebot muss erweitert werden und zuverlässig zur Verfügung stehen. Als Industrieland sind wir in besonderem Maße darauf angewiesen.

Vielfalt und Technologieoffenheit bei der Erzeugung von Energie, auch im Bereich Forschung und Entwicklung emissionsfreier Technologien bis hin zur Kernforschung, die Förderung und Unterstützung von Innovationen und neuen Konzepten weisen den Weg in die Zukunft.

Auch CCU (Carbon Capture and Utilization) und CCS (Carbon Capture and Storage) zählen dazu.

Die Ampel-Koalition hat im April 2023 unsere letzten drei Kernkraftwerke gegen den Rat zahlreicher Fachleute abgeschaltet und damit das CO2-freie, grundlastfähige und kostengünstige Energieangebot eingeschränkt. Zur Schließung der Stromlücke importieren wir Atomstrom aus unseren Nachbarländern und lassen CO2-lastige Kohlekraftwerke weiterlaufen. Nicht nur im Ausland wundert man sich über diese Energie- und Klimapolitik.

Das Ergebnis trifft in großem Maße unsere Wirtschaft, aber auch jede Bürgerin und jeden Bürger persönlich.

Für eine Dekarbonisierung ohne Deindustrialisierung muss die Kernkraft weiter eine Option bleiben, Deutschland muss sich technologieoffen aufstellen.

Eine einseitige Ausrichtung auf Wind- und Solarenergie kann kein Industrieland am Leben erhalten. Erneuerbare Energien allein werden den Energiebedarf des Industriestandorts Deutschland nicht ausreichend und bezahlbar sichern können.

Eine ideologische Verbots- und Gebotspolitik lehne ich ab, auch nationale Alleingänge sind nicht zielführend. Wirkungsvoller sind marktwirtschaftliche Anreize und eine umsichtige Energie- und Klimastrategie im Einklang mit unseren europäischen und internationalen Partnern.

Eine wirtschaftliche Wasserstoffstrategie ist langfristig essenziell für unser Land. Alle emissionsarmen Wasserstoffformen und -farben müssen pragmatisch ins Auge gefasst, die dafür notwendige Infrastruktur und europäische Vernetzung geschaffen werden. Denn Deutschland wird, auch bei einem Hochlauf eigener Kapazitäten, mittel- bis langfristig auf Wasserstoffimporte angewiesen sein.

Bezahlbare Energiepreise sind eine Grundvoraussetzung für die Eindämmung der Inflation, die unseren Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und die Menschen massiv belastet. Zu hohe Energiekosten gefährden viele Existenzen und Unternehmen. Deutschland muss im internationalen Vergleich wieder ein attraktiver Standort werden. Bezahlbare Energie ist auch Grundlage für eine funktionierende freiheitlich-demokratische Bürgergesellschaft, eine starke Demokratie und ein leistungsfähiges Sozialsystem.

Eine krisenfeste Wirtschaft und damit die Aufrechterhaltung von Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Exportfähigkeit sind nur mit sicherer und bezahlbarer Energie zu gewährleisten.

Natur und Umwelt

Ich liebe den Wald und ganz besonders unseren Schwarzwald. Er gibt mir Ruhe, Kraft und klare Gedanken. Unsere Wälder sind eine Oase für Menschen und Tiere, natürliche CO2-Senken, Sauerstofflieferant und Frischluftgarant. Die intakte Waldbedeckung der Schwarzwaldhänge in unserer Umgebung schützt uns effektiv vor Hochwasser. Den Wald zu schützen, ist mir ein Herzensanliegen.

Neben dem Klimawandel haben wir es – von der Öffentlichkeit vergleichsweise unbemerkt – mit einer anderen zutiefst besorgniserregenden Krise ökologischer Natur zu tun: Dem rasanten Artensterben und Verlust von Biodiversität. Jeden Tag (!) verschwinden etwa 150 Arten von unserer Erde, für immer. Wissenschaftler sprechen vom größten drohenden Massensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 66 Millionen Jahren. Als gesichert gilt, dass das Artensterben im Zusammenhang mit der Zerstörung von naturnahen Lebensräumen steht.

Um dem Einhalt zu gebieten, hat sich die internationale Staatengemeinschaft 2022 zur Weltnaturkonferenz im kanadischen Montreal getroffen, organisiert von den Vereinten Nationen (UN). Das gemeinsame Ziel: Die Artenvielfalt und Ökosysteme unserer Erde bewahren, die Natur schützen. Dafür sollen 30 Prozent des Landes und 30 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden.

Das EU-Renaturierungsgesetz zur Wiederherstellung der Natur weist in genau diese Richtung. Die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, Herzstück des European Green Deal, gibt vor: 30 Prozent unserer Landflächen sind verbindlich zu schützen, ein Verschlechterungsverbot mit eingeschlossen. Dafür braucht es große, zusammenhängende Schutzgebiete.

Wichtig ist, die EU-Biodiversitätsstrategie passgenau anzuwenden, um dem dramatischen Artenverlust und der Zerstörung von naturnahen Lebensräumen gezielt entgegenzuwirken. Der Schutz des Waldes als wertvolles Ökosystem und der nachhaltige Umbau zu klimastabilen Mischwäldern müssen besondere Berücksichtigung finden. Auch muss die Umsetzung im Einklang mit der Ernährungs- und Versorgungssicherheit stehen. Beeinträchtigungen zum Nachteil der Agrarwirtschaft sind zu vermeiden, landwirtschaftlich genutzte Flächen müssen weiter bewirtschaftet werden können.

Zusammenhängende, unzerschnittene Wälder sind Grundvoraussetzung für den Erhalt der Biotop- und Artenvielfalt. Die Wälder in unserer Region haben die höchste Dichte an Schutzgebieten in ganz Baden-Württemberg, sie weisen außerdem einen guten Erhaltungszustand auf. Unsere Wälder zu schützen und unsere Schutzgebiete zu erhalten betrachte ich daher als meine besondere Verantwortung, seit vielen Jahren setze ich mich dafür ein.

Auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist Grundlage unseres Lebens. Der Schutz unserer Wasserquellen muss höchste Priorität genießen, schon allein wegen der PFAS-Problematik in unserer Region.

Ganz Mittelbaden und der für uns wirtschaftlich wichtige Tourismus leben von der naturnahen Landschaft, dem Schwarzwald mit seiner weltweit bekannten Naturkulisse sowie von unseren erstklassigen Wasserquellen.

Ein Schatz der Schöpfung, den es zu bewahren gilt.

Sicherheit und Migration

Freiheit ist immer flankiert von Sicherheit. Die Stärkung der Sicherheit in Deutschland und Europa ist entscheidend für die Stabilität in unserem Land. Dafür müssen die europäischen Grenzen kontrolliert und die irreguläre Migration begrenzt werden.

Die Kommunen in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland, unsere Sozialsysteme und unsere Fähigkeit zur Integration stoßen durch eine weithin ungesteuerte Zuwanderung an ihre Grenzen. Zunehmende Skepsis und Unzufriedenheit in der Bevölkerung sind die Folge. Wichtig ist, dass die berechtigten Sorgen der Menschen Gehör finden und ernst genommen werden.

Europäische Lösungen und eigene Regelungen sind zwingend erforderlich, gerade auch für die Akzeptanz des Schutzes und die Unterstützung der berechtigt Schutzsuchenden. Deren Eingliederung mit Förderung und Forderung sollte das Ziel sein. Mangelnde Integrationsbereitschaft darf nicht folgenlos bleiben.

Gleichzeitig muss die gezielte Zuwanderung von Fachkräften (Ingenieure, Pflegekräfte, IT-Spezialisten, etc.) gefördert werden. Unsere Wirtschaft und die Unternehmen in Baden-Württemberg sind dringend auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen.

Unseren Blaulichtorganisationen – Polizei, Feuerwehr, Sanitäter und Sanitäterinnen sowie allen anderen – gebührt unser voller Respekt und Dankbarkeit für die von ihnen tagtäglich geleistete Arbeit.

Eine ausreichende personelle, technische und finanzielle Ausstattung und Unterstützung unserer Einsatz- und Rettungskräfte sind mir wichtig.

Nur so können sie die immer anspruchsvolleren Aufgaben gut bewältigen und zuverlässig für uns da sein, wenn wir sie brauchen.

Familie und Bildung

Familienpolitik ist eine Herzensangelegenheit für mich. Unsere Familien verdienen Unterstützung. Als berufstätige Mutter von drei Kindern bin ich selbst auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angewiesen. Die Herausforderungen des Alltags kenne ich nur zu gut.

Neben einer familienfreundlichen Arbeitswelt benötigen Familien Unterstützung und Rückendeckung im Alltag.

Das bedeutet unter anderem Respekt vor dem persönlichen Lebensentwurf und den Ausschluss staatlicher Bevormundung. Familien sollen selbst entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten.

Gute Bildung gibt es nur mit guter Bildungspolitik. Um unsere Kinder optimal auf die Zukunft vorzubereiten und ihnen bestmögliche Chancen zu sichern, muss der Leistungsgedanke wieder in den Fokus rücken.

Bildung muss ausdifferenziert sein, sowohl die Schwächeren als auch die Stärkeren sollen nach ihren individuellen Bedürfnissen und Begabungen gefördert und gefordert werden. Maßnahmen zur Inklusion dürfen nicht als Sparmaßnahmen enden.

Investitionen in die Bildung lohnen sich immer. Wer heute in Bildung investiert, wird morgen die Früchte ernten. Davon profitiert nicht nur jede und jeder Einzelne, sondern auch unsere Gesellschaft als Ganzes.

Ehrenamt und Vereine

Ein gesundes, hilfsbereites „Ich“ wächst am besten in einem intakten „Wir“. Das Ehrenamt spielt eine herausragende Rolle für das soziale Miteinander – ob in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem THW, im kulturellen oder im sozialen Bereich.

Für ein funktionierendes Miteinander, einen guten Zusammenhalt und eine starke Zivilgesellschaft ist ehrenamtliches Engagement unverzichtbar und sollte nach Kräften unterstützt werden.

Es ist von großer gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, die Attraktivität des Ehrenamts aufzuzeigen und zu steigern. Dazu zählt unter anderem ein Bürokratieabbau für Vereine und ehrenamtliches Engagement. Die Attraktivitätssteigerung könnte auch über spezielle Ehrenamtsbudgets erfolgen, die von den Vereinen zum Beispiel für die Finanzierung von Übungsleiterstellen verwendet werden oder über die Ausgabe von Gutscheinen an Vereine und ehrenamtlich Tätige, beispielsweise für Kultur und Sport. Auch die Bewilligung etwaiger Steuervergünstigungen für Ehrenamtliche würde ich unterstützen. Ehrenamtliches Engagement muss Anerkennung finden und soll sich lohnen.
 
Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass freiwilliges Engagement honoriert wird. Ehrenamtliches Engagement hat Wertschätzung und Unterstützung verdient. Vor allem möchte ich mehr Menschen motivieren, sich zur Stärkung des sozialen Miteinanders ehrenamtlich zu engagieren. Unterstützen wir die Menschen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.